Im Notfall drücken

Bin ich jetzt gedopt?

Die Dopingmentalität hält Einzug, sobald Dir jemand einredet, dass die Einnahme von Schmerzmitteln, Aufbaupräparaten und schließlich verbotener Substanzen nicht so schlimm ist, weil ohnehin alle so etwas nehmen. Und dass Du auch nicht der /die erste bist. Und dass sowieso ja ein Arzt dabei ist. Und dass der Trainer ja schließlich lange Erfahrung mit Mittelchen und solchen Tricks hat.

Vergiss es.

Das sind nur Tricks, um diese Wahrheiten zu verdrängen:
Von einem gewissen Niveau an sichert Dein Erfolg einschlägigen (Doping befürwortenden) Trainern, Funktionären und Ärzten die Existenz. Sobald Du ausfällst, weil Du die Leistung nicht erbringst oder beim Dopen erwischt wirst, zieht die Karawane weiter – und der nächste Athlet wird ausgebeutet von diesem Schmarotzer-Umfeld. Einer wird schon durchkommen.

Dopingverführer fühlen sich weder vor sich noch vor Dir schuldig – nicht einmal, wenn Du krank wirst, schlimmstenfalls Dein Leben lang. Ahnst Du wie zermürbend es ist zu verdrängen, dass eine Krebserkrankung oder Organschäden vom Doping stammen könnte, Du darüber aber nicht reden kannst?

Darum ist Deine eigene innere, gefestigte Haltung gegen Doping so wichtig. Sei Du Dir diese Haltung wert, es ist Dein Leben!

Und denke daran: Es ist ein schlechter Trainer, der nicht danach schaut, welch eigenständiger Typ Du bist – ob Du spielerisch trainieren solltest oder eher der Büffler-Typ bist. Sag ihm, er soll sich für Dich mehr einfallen lassen, als die immer gleichen Trainingschablonen herrauszuholen und die Medikamentenschachteln herüberzuschieben.